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Hormone der Nebenniere

Die Nebennieren sind zwei lebenswichtige hormonproduzierende Organe, die haubenartig in Kleinfingergröße auf den oberen Polen der Niere sitzen. Sie bestehen aus Nebennierenrinde und aus Nebennierenmark.

Die menschliche Nebennierenrinde ist in drei Zonen unterteilt: Die Zona glomerulosa bildet das Mineralokortikoid-Hormon Aldosteron, welches die Natrium- und Wasser-Resorption in der Niere reguliert und zur Aufrechterhaltung eines nomalen Blutdrucks wichtig ist. Die Zona fasciculata bildet das Glukokortikoid-Hormon Kortisol, welches essentiell für Leistungsfähigkeit und Energiebereitstellung in Streßsituationen ist (Umwandlung von Eiweiß in Zucker). Die Zona reticularis bildet einen Vorläufer der Sexualhormone, das Dehydroepiandrosteron (DHEA) männliches Sexual-Hormon, dessen Funktion noch nicht genau bekannt ist. Es scheint eine Bedeutung für das psychophysische Wohlbefinden und für die weibliche Sexualität zu haben.

Im menschlichen Nebennierenmark werden die Hormone Adrenalin und Noradrenalin gebildet, die Blutdruck, Pulsfrequenz und Blutzuckergehalt beeinflussen. Diese Hormone werden in Streßsituationen vermehrt gebildet und ins Blut augeschüttet, und führen zu Puls- und Blutdruckanstieg.

Durch entzündliche, tumoröse oder genetische Erkrankungen kann es sowohl zum Ausfall der Nebennierenhormone als auch zu einer Überproduktion der verschiedenen Nebennierenhormone kommen:

Erkrankungen der Nebenniere

  • Nebennierenrindeninsuffizienz (Mangel an Cortisol)
  • Adrenogenitales Syndrom
  • Conn-Syndrom (Primärer Hyperaldosternismus)
  • Phäochromozytom (Tumor des Nebennierenmarkes)
  • Cushing-Syndrom (Überproduktion von Cortisol)
  • Gutartige Nebennierentumoren
  • Nebennierenkarzinom

Die Nebenniere

"Ein endokrin sehr aktives Organ

Michail Poravas - Rat und Tat in der Endokrinologie

... und produziert lebenswichtige Botenstoffe."

Diagnostik

Jetzt ist eine ausgeklügelte Diagnostik erforderlich!

Zur Aufdeckung von Störungen setzen wir neben ausgiebigen Hormonanalysen auch Stimulationsteste zur gezielten Ausschüttung von Hormonen ein.

Therapie

Unser Ziel: Ein normales Leben dank gut eingestellter Therapie

In Fällen der Unterfunktion schließt sich die Einleitung einer Substitutionstherapie an. Bei vielen Krankheitsbildern besteht diese heute aus einer lebenslangen Medikation.

Nach der ausgiebiegen Diagnostik einer Überfunktion schließt sich bei Geschwülsten meist die Weiterleitung zur gezielten Entfernung in einer erfahrenen Chirurgischen Klinik an.